NIKOS – Vergleich der Übertragungstechnik für temporäre Events

Übertragungstechnologien

Kabel Funk Satellit
6Technologien

Wie kommt Kommunikation aufs Gelände?

Für Sicherheitsbeschallung, Alarmierung und Steuerung auf temporären oder weitläufigen Geländen stehen verschiedene Übertragungstechniken zur Wahl. Jede hat ihre Stärken – aber nicht jede passt zu einem Aufbau, der nach Kurzem wieder verschwindet. Dieser Vergleich stellt 100-V-Verkabelung, IP-/Glasfaser-Verkabelung, Mobilfunk (4G/5G), Richtfunk, Satellitenverbindung und autarke Funknetze (DMR) gegenüber.

6 Übertragungstechnologien im direkten Vergleich

Bewertung der Eignung für krisensichere Kommunikationssysteme in weitläufigen und zeitweise genutzten Geländen.

Kriterium 100-V-Anlage IP / Glasfaser Mobilfunk 4G/5G Richtfunk Satellit DMR
Signalverkabelung Durchgehende LautsprecherlinienDurchgehende Glasfaser-/NetzwerkwegeKeine eigene VerkabelungNur an den FunkstandortenNur an der Bodenstation Nur zu Zubehör
Installationsaufwand Strommasten, KabelbrückenHoch: Tiefbau/SpleißenGering: Nur EndgeräteMittel: Antennen an Sichtverbindungen ausrichtenMittel: Antennen-Installation unter freiem Himmel Gering: keine feste Antennenausrichtung nötig
Abhängigkeiten StromnetzStromnetzStrom- und MobilfunknetzStromnetzStromnetz, Funktion von Satelliten und Bodenstation autarker Betrieb über Akku/Solar möglich
Flexibilität Fix nach InstallationFix nach Installationflexibel, sofern NetzabdeckungStandortgebunden, abhängig von Sichtlinienggf. vertraglich regional gebunden volle Flexibilität innerhalb der Reichweite
Mögliche Probleme Spannungsverlust bei langen Streckenmangelnde Wetterfestigkeit der aktiven Komponentenkeine ausreichende FunkabdeckungVerbindungsprobleme durch mangelnde Sichtverbindungkeine freie Sicht zum Himmel, Unwetter bei sorgfältiger Planung keine
Verhalten bei Stromausfall sofortiger Ausfallsofortiger AusfallAusfall nach 0–240 min. abhängig von Notstromkapazitätsofortiger Ausfallsofortiger Ausfall meldet Stromausfall, läuft 16 Std. im Akkubetrieb weiter, optional dauerhaft
Verhalten in Krisensituation Ausfall bei KabelunterbrechungAusfall bei KabelunterbrechungUnterbrechung bei ÜberlastungUnterbrechung bei mechanischer Umrichtung der AntennenUnterbrechung bei mechanischer Umrichtung der Antenne läuft weiter
Eignung temporäre Einsätze Gering: hoher InstallationsaufwandGering: hoher InstallationsaufwandHoch: sehr flexibel einsetzbarMittel: Eignung abhängig von örtlichen GegebenheitenHoch: relativ flexibel einsetzbar Hoch: genau dafür entwickelt
Typische Rolle Feste GebäudebeschallungFeste Backbone-InfrastrukturKomfortdienste, Breitbanddaten, VideoPunkt-zu-Punkt-BackhaulBackhaul bei fehlender terrestrischer Anbindung Mobile Sicherheitsbeschallung, Fernsteuerung & Systemmonitoring
Krisenfestigkeit GeringGeringGeringBedingtBedingt Hoch

Bewertungen sind anwendungsbezogene Richtwerte, keine Laborwerte.

Welche Technik passt wann?

Feste Verkabelung (100 V, IP/Glasfaser)

Die richtige Wahl für dauerhaft betriebene Gebäude und Anlagen. Auf weitläufigen oder temporären Geländen bedeutet sie kilometerlange Kabelwege, Kabelbrücken und entsprechende Aufbauzeit – Aufwand, der sich für eine einmalige Veranstaltung selten lohnt.

Externe Infrastruktur (Mobilfunk, Satellit)

Stark für große Datenmengen und Internetanbindung im Alltag. Sie sind jedoch von fremden Netzen, Sichtlinien oder Wetter abhängig. Wenn im Krisenfall die Auslastung sprunghaft ansteigt, bricht das Mobilfunknetz häufig zusammen oder andere öffentliche Netze werden aus Sicherheitsgründen abgeschaltet – genau dann, wenn sie für Sicherheitsaufgaben benötigt werden. Für einsatzkritische Durchsagen, Fernsteuerungen und die Übermittlung wichtiger Statusdaten sind solche Netze daher nicht geeignet.

Autarkes Funknetz (DMR)

Der robuste Digitalfunkstandard DMR wurde für flexible Anwendungen entwickelt, die kurzfristig und unter widrigen Umgebungsbedingungen funktionieren müssen – also zum Beispiel für temporäre und mobile Einsätze. Deshalb nutzt NIKOS gerade diesen Standard – ohne notwendige Verkabelungen, unabhängig von Strom, Mobilfunk und Internet. NIKOS ersetzt die Nutzung breitbandiger Netze nicht, sondern ergänzt sie und macht „Must-Have-Funktionen" von ihnen unabhängig, um auch im Krisenfall handlungsfähig zu bleiben.

Erfüllung behördlicher Auflagen

NIKOS ermöglicht eine in der VStättVO, dem Sicherheitskonzept oder anderen Auflagen geforderte Sicherheitsbeschallung und eine geordnete Entfluchtung – auch bei einer Störung des Normalbetriebes.

Fragen & Antworten

Eine 100-V-Anlage braucht durchgehende Verkabelungen zu jedem Lautsprecher. Auf weitläufigen Geländen bedeutet das kilometerlange Kabelwege und Kabelbrücken oder Tiefbaumaßnahmen, die nach dem Event wieder zurückgebaut werden müssen. Für einen temporären Einsatz steht dieser Aufwand in keinem Verhältnis zur Nutzungsdauer. NIKOS arbeitet funkbasiert und spart diese Verkabelungen.
Mobilfunk eignet sich für die mobile Nutzung von Komfortdiensten und breitbandigen Daten wie Videoübertragung, ist aber für sicherheitskritische Durchsagen riskant: Bei vielen gleichzeitigen Nutzern – also genau im Krisenfall – steigt die Netzauslastung sprunghaft und das Netz bricht weg. NIKOS nutzt ein eigenes, autarkes Digitalfunknetz und läuft auch bei Ausfall oder Störung von Mobilfunk, WLAN und Internet weiter.
Richtfunk und Satellit sind starke Lösungen für die Anbindung (Backhaul) eines Standorts an das Internet oder die Verbindung zu einem anderen, weit entfernten Netz – etwa wenn vor Ort kein terrestrischer Anschluss verfügbar ist. Die Übertragung von Durchsagen zu den Lautsprechern innerhalb eines Geländes über Satellitenverbindungen ist aber teuer, benötigt freie Sicht auf den Himmel, führt zu einem erhöhten Energiebedarf sowie einer schwankenden Latenz und ist von der Verfügbarkeit einer externen Infrastruktur abhängig. Damit ist sie nicht krisensicher. NIKOS löst genau diese Probleme, denn das System kann vollständig autark betrieben werden.
Nein. NIKOS ersetzt die vorhandenen Funkgeräte nicht, sondern nutzt bei Bedarf das gleiche Funknetz, um die mobilen Durchsageeinheiten anzusprechen. Eingespielte Kommunikationswege können weiterverwendet werden – NIKOS ergänzt sie um eine einheitliche, zeitgleiche Alarmierungs- und Durchsagefunktion.

Welche Lösung passt zu Ihrem Einsatz?

Wir ordnen Ihr konkretes Szenario ein und zeigen, wo NIKOS Zeit und Kosten spart.